Elternsein

Elternsein: Haben wir es uns zu schwer gemacht?

Ist der Weg liebevoller, respektvoller, ebenbürtiger Beziehung mit dem Kind steiniger als derjenige einer old-school Erziehung?

Elternsein-Unerzogen-chezmamapoule

Eine Freundin, die erziehungstechnisch sehr ähnlich tickt, stellte mir kürzlich die grosse Frage: “Haben wir es uns zu schwergemacht? Ginge es auch einfacher?”

Damit meinte sie die Art wie sie und ich jeweils mit unseren Kindern leben. Sie meinte unseren Attachment-Parenting-Weg des bedürfnis- und bindungsorientierten Elternseins inkl. Stillen, Tragen und Familienbett. Sie meinte unsere montessorischen “Hilf mir, es selbst zu tun” und “Follow the child”-Haltungen und der damit verbundenen Beobachtung der Kinder, ihrer Interessen und entsprechender Wohnungseinrichtung. Sie meinte den “unerzogen“-angehauchten Fokus auf Beziehung statt Erziehung und die Gleichwürdigkeit mit den Kindern.

Auf ihre wichtige Frage fand ich keine abschliessende Antwort. Meine sinngemässe Email an meine Freundin teile ich nun mit euch. Und lade euch zum Mitdiskutieren ein.

Attachment Parenting: Bedürfnisse aller sind wichtig.

Stillen statt Flasche: Stillen war für mich primär ein Ego-Entscheid, denn was ist praktischer: Wasser temperieren, Pulver abmessen, Wasser abwägen, Fläschchen & Co. sterilisieren, ja nichts vergessen, wenn man für unterwegs packt oder eben mal kurz die Brust rausholen?

Baby Led Weaning (BLW) statt Brei nach Plan: Eine Zuchetti-Stange neben die Pizza aufs Blech legen und das Baby fingerfooden bzw. selbstbestimmt abstillen lassen, ist für mich allemal einfacher als stressige Pläne zu verfolgen (heute Karotten, morgen Kartoffeln), extra Breie zu kochen und das Kind zu füttern, während mein eigenes Essen kalt wird. Und seit dem Einwand unserer Kinderärztin, BLW-Kinder seien weniger anfällig auf Essstörungen, als solche die mit Brei gefüttert wurden, ist eh klar: Alleine mein Baby entscheidet, wie viel es isst oder stillt und wann es satt ist. Weder ich, noch das Hipp-Gläschen.

Einschlafbegleiten im Familienbett statt Schreienlassen im Gitterbett: Neben der Tatsache dass mir Ferbern (Schlaftraining) rein instinktiv komplett widerstrebt, vereinfacht unser Familienbett vor allem eins: Mein Leben. Erstens, weil ich mir das nächtliche Aufstehen gerne spare und stattdessen lieber kurz den Rücken meiner halbwachen Tochter tätschle bis wir friedlich weiterschlafen. Zweitens, weil ich nicht auf der Bettkante schlafen mag – wie dies alle (ausnahmslos alle) meiner Freundinnen ohne Familienbett tun, da die Kinder nachts ins Elternbett wandern – und deshalb bastelten wir uns gleich von Anfang an ein 2.80-Meter-breites Matratzenlager.

Montessori-Pädagogik: Hilf mir, es selbst zu tun.

Eine Baby-gerechte Umgebung schaffen, statt das Kind im Laufstall zu parkieren: Wir haben eine dieser Stoff-Wippen, in die ich meine Töchter jeweils für ein paar Minuten setze. Klar, Pikler hätte keine Freude. Aber für mich stimmts. Dank dem Teil komme ich zum Duschen. Ansonsten: Ja, hier stehen kein Laufstall oder Türgitter, dafür sind viele Möbel sind auf die Grösse unserer Kinder abgestimmt. Und so siehts bei uns mittlerweile aus wie in einer Kita. Aber das ist uns wurst. Die Zeit in der unsere Kinder klein sind, ist vergleichsweise ein Bruchteil unseres Lebens. Und sobald sie aus dem Haus sind, werden wirs uns wieder etwas stylischer und erwachsener einrichten. (Das Argument gilt übrigens auch fürs Familienbett.)

Diese vorbereitete Umgebung, wie Maria Montessori sie nannte, mag aufwendig für uns Eltern sein. Manchmal ist es mühsam, zu warten bis meine Tochter ihre Schuhe auf ihrem noch so reizendem Berlinerhocker selber angezogen hat. Vor allem dann, wenn wir spät dran sind und gleich den Zug verpassen. Aber von Montessori habe ich gelernt, dass die Selbständigkeit die Selbstwertgefühle meiner Tochter stärkt und das leuchtet mir ein.

Und nicht zu letzt bereitet uns diese vorbereitete Umgebung eine grosse Freude. Denn es ist schlicht grossartig unsere ältere Tochter in ihrem Flow, beim konzentrierten Spiel und in ihrer (wachsenden) Selbständigkeit zu beobachten. Dazu hat die vorbereitete Umgebung auch ihre praktischen und lebensvereinfachenden Seiten: Weil z.B. ihr Frühstücksgeschirr und Müesli in der untersten Küchenschublade versorgt sind, kann meine 2.5-jährige Tochter ihren zMorge selber decken und mir bleibt so mehr Zeit für die Morgentoilette des Babys.

Unerzogen: Auf Beziehung statt Erziehung setzen.

Mit meinem Kind gemeinsame Lösungen suchen, statt es mit Lob und Strafen zu erziehen (oder böser gesagt: manipulieren)? Meinem Kind auf Augenhöhe begegnen, statt von oben herab? Mein Kind bedingungslos zu lieben, statt es zuerst durch meine Erziehung verändern wollen? Mein Kind (und natürlich auch andere Meschen) so zu sehen und zu lieben, wie es ist, anstatt so, wie ich es gerne hätte. Meinem Kind genauso respektvoll und gleichberechtigt zu begegnen, wie mit jedem erwachsenen Menschen?

Vieles aus der Unerzogen-Bewegung fühlt sich für mich rein intuitiv sehr gut an. Und ja, manchmal ist es anstrengend. Denn ein „Gut gemacht!“ wenn meine Tochter mir eine Zeichnung zeigt, braucht weniger Kreativität und Zeit, als ein „Zeig mal, hast Du hier etwas Blaues gemalt? Was das wohl ist?“ Aber seit ich von der Stanford-Studie las, die zeigte, dass Lob den Kindern die Freude und das Interesse an der eigentlichen Tätigkeit stiehlt und somit das Gegenteil davon erreicht, nämlich mein Kind zu bestärken und ermutigen, kommt Loben für mich nicht mehr in Frage.

Und es wäre wohl schneller meiner Tochter kurz im Schwitzkasten die Zähne zu putzen. Geht für mich aber unter körperliche Gewalt. Und so wurden hier 347 verschiedene Spiele ausprobiert und Geschichten erzählt, an verschiedensten Orten, mit diversen Bürstelis und Zahncremes geputzt, bis schliesslich ein von meinem Mann gezimmerter Waschbecken mit Spiegel (soon on the blog!) das Zähneputzen meiner Tochter erleichterte.

Elternsein: Wozu die Mühe? 

Klar, für viele ist meine Art des Elternseins schlicht zu viel. Kann ich verstehen, denn beim Schreiben dieses Artikels wurde mir klar, aus wie vielen Strömungen ich mich als Mutter inspirieren lasse.

„Du machst dir einfach zu viele Gedanken!“, hab ich schon oft gehört. Mütter wie ich seien selber schuld und würden es uns unnötig schwermachen. Denn die Erziehung früher lief ja ganz anders ab. Interessanterweise war es kein Thema, wenn ich – als Kinderlose – mir wochenlang über meine nächste Yogareise oder die Einrichtung meiner damaligen Wohnung den Kopf zerbrach. Dass ich als Journalistin auch sonst jeden Mist recherchiere, wurde auch nie in Frage gestellt, sondern bewundert. Wenn ich mir aber Gedanken über mein Elternsein – meine notabene verantwortungsvollste Aufgabe ever – und die Auswirkungen meines Verhaltens auf mein Kind mache, finden es viele übertrieben.

„Aber wir wurden auch so erzogen und trugen schliesslich keinen Schaden davon.“, lautet dann das Killerargument. Und genau da bin ich mir eben nicht so sicher. Vor allem wenn ich unsere immer absurder werdende Welt betrachte. Die voll Hass, Gier und Gewalt ist. Da frage ich mich schon, ob wir wirklich keinen Schaden tragen. Und ob manchen Menschen etwas mehr Liebe, Würde, Vertrauen, Nähe und Empathie in ihrer Kindheit gutgetan hätten.

Haben wir es uns zu schwergemacht?

Ihr seht, für mich gibt es keine andere Option. Für mich stimmt dieser Weg liebevoller, respektvoller, ebenbürtiger Beziehung mit dem Kind. Etwas anderes liesse sich gar nicht mit mir vereinbaren. Manchmal mag mein Weg wohl leichter, manchmal vielleicht steiniger sein, als derjenige einer old-school Erziehung mit Zuckerbrot und Peitsche. Ob es Mütter wie ich uns zu schwermachen, weiss ich nicht. Mein Weg braucht sicher mehr Geduld, Kreativität und Denkarbeit. Ganz klar. Aber genau das ist es ja, was ich an diesem ganzen (furchtbar anstrengendem) Elternsein so mag: Es bringt mich selbst weiter. Es erlaubt mir zu reflektieren und zu wachsen. (Also zumindest dann, wann mir die Augen vor Müdigkeit nicht zufallen.. ; -)

Denn grundsätzlich geht es bei all meinen Leiden als Mutter immer um mich selbst: Darum wie ich auf das Verhalten meines Kindes reagiere und warum. Was löst mein eigenes Kind in mir aus? Wie verhalte ich mich ihm gegenüber? Was passiert wenn mein inneres Kind auf mein eigenes Kind trifft? Und darum welche Beziehung und welchen Frieden ich mit meinem inneren Kind geschlossen habe oder eben nicht. Sprich, welche eigenen Erlebnisse, Muster, Traumatas aus der eigenen Kindheit durch mein Elternsein getriggert werden. Und schlussendlich geht es darum, wie zufrieden ich selber mit mir und meinem Leben bin.

Und all diese Fragen, all diese Arbeit entlang diesem mal mehr, mal weniger steinigen Weg des Elternseins lassen mich wachsen. Die Arbeit an mir selber war nie grösser (und spannender!) als seit ich Mutter bin.

 

Bild: © Ellen Girod

Wie ist es bei euch? Seht/erlebt ihr das ähnlich? Oder ganz und gar nicht? Ich lade euch zum Mitdiskutieren ein, gleich unten in den Kommentaren und oder per E-Mail. Ich freue mich <3

 

Mehr zum Thema

Attachment Parenting – Nora Imlau räumt auf mit Missverständnissen rund um AP:
https://editionf.com/Interview-Nora-Imlau-Attachment-Parenting

Montessori-Pädagogik – Wie sie im Alltag funktionieren kann:
http://www.dasgrosseimkleinen.com/washatsichmariadabeigedacht/in-der-ruhe-liegt-die-kraft-was-montessori-fuer-mich-im-alltag-bedeutet/

Unerzogen – Ein Grundsatztext über Erziehung und Antipädagogik:
http://kraetzae.de/erziehung/erziehen_ist_gemein/

Lob – Warum er schadet:
http://www.gewuenschtestes-wunschkind.de/2014/04/manipulation-kind-warum-lob-und-loben-kindern-schadet.html

Elternsein – Von der Freiheit das zu tun, was sich gut anfühlt:
http://www.mini-and-me.com/erziehungsmethoden-warum-attachment-parenting-unerzogen-und-co-nicht-reichen-ueber-neue-wege-und-wahre-begegnung/

 

 


Ellen Girod

Ellen Girod ist eine freie Journalistin und Mutter. Sie fühlt sich geschmeichelt, wenn man sie als “Gluggere” bezeichnet.

16 Kommentare

  1. „Du machst dir einfach zu viele Gedanken!“, – ach Quatsch, ich denke eben viel weniger drüber nach und lasse die Intuition mal walten- dabei raus kommt genau das, was Du schreibst. I feel you!

    Bis auf den mit der Bettkante. Kannst du BITTE mal eine Bastelanleitung für so ein Familienbett posten oder noch besser (für mich): wo es solche in schön gibt? Finde Mit-Bein-auf-Gesicht-schlafen langsam nümsogeil.

    😘 Andrea

    1. Hahaha, Bein-auf-Gesicht!!! Dagegen bist du zwar auch im Familienbett nicht so gefeit
      ..

      Wir werden unser Bett bald mal aufhüpschen – im Moment sinds einfach zwei verschraubte Lattenroste, ein Babybett als “Sidecar” und Matratzen von Wand zu Wand- dann könnt ichs eigentlich verbloggen, gute Idee! Bis dahin, guckst du hier; http://alovelyjourney.com/2017/01/diy-minimalisitisches-familienbett-mit-eve-matratze-einfach-selber-gebaut.html Viel Spass im Baumarkt

  2. Hallo Ellen
    Du schreibst so treffend! Ich fühle mich so verstanden! Unser Kind ist in einer Montessori Krippe und mir gefällt das Konzept sehr gut!
    Was ich schwierig finde, ist das nicht loben. Wie hast Du Dich an das gewöhnt?

  3. Ich kann deine Gedanken so gut verstehen. Mit hat man meine Tiefgründigkeit auch schon ausreden wollen. Trotzdem glaube ich, steckt hinter den Aussagen derer, die einem gut gemeinte Ratschläge ungefragt auftischen ein kleiner bedeutender Inhalt, der sich erst zwischen den Zeilen erkennen lässt.
    Vielleicht hindert uns die enorme Informationsflut an Erziehungs- und Beziehungsratgebern daran zurück zum „Sein“ zu gelangen. Wir sind oftmals viel zu viel im „Tun“. Dabei vergessen wir unseren Bauch- vergessen, dass wir tatsächlich alte Muster abgelegt haben dürfen oder Glaubenssätze neu verfassen dürfen.
    Wir haben es schwerer als unsere Kinder später, weil wir Pioniere sind, die genau die Balance zwischen Eltern und Kind Beziehung wieder herstellen wollen , die in unserer Kindheit im Ungleichgewicht war.
    Pionier sein ist anstrengend.
    Gehen wir liebevoll mit solchen Kommentaren um.

    1. Hab vielen Dank für Deinen wertvollen Kommentar, liebe Jessica. Du sprichst ein Thema an, das mir ebenfalls sehr am Herzen liegt: Informationoverload. Ein klares Phänomen unserer Zeit. Ich als Informationsjunkie bin natürlich besonders getroffen. Und arbeite ebenfalls daran: Stichtwort Handysucht und Kinder.
      Aber: Was ich beim besten Willen nicht begreifen kann, ist weshalb Innovation und Fortschritt überall willkommen sind: In der Technologie, Kommunikation, Mode, Beziehungen, Sprache, Ernährung – ausser in der Erziehung. Da heissts dann: Wir sind ja auch irgendwie gross geworden. Punkt. Machen wir also weiter: Ohne Nachdenken, ohne Umdenken, ohne neu zu denken.
      Künftig werde ich aber solche Kommentare durch Deine Brille betrachten, das gibt mir bestimmt etwas Gelassenheit und Sanftmut. Habs gut!
      Ellen

  4. Ja. Genau. Fortschritt ist fantastisch.
    Wir dürfen jedoch auch lernen ihn zu dosieren. Ich bin ganz bei dir.
    Das Handythema habe ich im Moment als Experiment so gwlöst, dass ich ein Handy habe, welches nicht internetfähig ist.
    Das nehme ich immer mit, wenn ich mit den Kindern unterwegs bin. Jeder der was will, kann mich anrufen. WhatsApp, E-Mails mache ich morgens und-/oder abends.
    Ich bin viel viel freier und mehr im hier und jetzt dadurch.

  5. Ja. Genau. Fortschritt ist fantastisch.
    Wir dürfen jedoch auch lernen ihn zu dosieren. Ich bin ganz bei dir.
    Das Handythema habe ich im Moment als Experiment so gwlöst, dass ich ein Handy habe, welches nicht internetfähig ist.
    Das nehme ich immer mit, wenn ich mit den Kindern unterwegs bin. Jeder der was will, kann mich anrufen. WhatsApp, E-Mails mache ich morgens und-/oder abends.
    Ich bin viel viel freier und mehr im hier und jetzt dadurch.

  6. Bis auf die Montessori – Ausstattung mache ich es ähnlich und arbeite daran, meinen Mann mit ins Boot zu holen und das ist das Schwierigste daran. Er fühlt sich erzogen, wenn ich ihm sage, dass ich nicht möchte, dass er das Baby einfach hoch nimmt, ohne es ihr vorher zu sagen oder darüber bestimmt, was die Mittlere essen darf. Verstehe ich auch, werde aber nicht aufhören, meine Kinder mit Respekt zu behandeln. Interessant sind aber meiner Meinung nach die Langzeitfolgen und ich bin mir sicher, dass wir in der Pubertät unserer Kinder einen besseren Draht zu ihnen haben, wenn wir jetzt einen soliden Grundstein legen. Und von wegen “Es hat nicht geschadet…” Den Therapeuten können sich unsere Kinder hoffentlich sparen, ganz im Gegenteil zu mir, die Dank der Kinder viel reflektiert und aufgearbeitet hat und letztendlich auch daran gewachsen ist. Anstrengender? Vielleicht, aber nur kurzfristig. Nach hinten raus profitieren alle und es ist einfacher, weil lohnenswert! Schön, dass das noch mehr Menschen machen.

  7. Ich versuche das auch größtenteils umzusetzen, nicht weil ich mich vorher mit dem Thema befasst habe oder mich eingelesen hatte, sondern rein intuitiv habe ich bei meinem Sohn damit begonnen und führe es nun auch bei meiner Tochter weiter. Das hat mir viel Ärger eingebracht, muss ich sagen, insbesondere mit meinem Mann, der da oft anderer Meinung ist und mich nicht unterstützt. Das macht es natürlich sehr schwierig. Und da unsere Kinder auch wirklich viel anstrengender und willensstärker und aber auch “unerzogener“ sind als alle anderen, die wir kennen und konservativ erzogen werden, zweifle ich schon manchmal ob ich es so richtig mache. Ich bin zwar auch stolz auf meine individuellen selbständigen willensstarken Kinder, aber sie bringen mich halt auch sehr oft an meine Grenzen. Auch weil sie so schlecht schlafen, und das trotz Familienbett! 😬 Ich verstehe also sehr gut die Frage “Machen wir es uns selbst schwer?“ ich hoffe so sehr, irgendwann bestätigt zu werden und glückliche Kinder in einem gesunden Familiengefüge zu haben!

  8. Liebe Ellen,
    ein schöner Artikel, der das wichtigste, was das Leben mit Kindern ausmacht, in sich vereint! “du machst dir zu viele Gedanken” und “du machst es dir dadurch selbst schwer” höre ich ebenso oft aber ich gehe meinen Weg weiter. Den bedürfnisorientierten, Kinder als gleichwertig ansehenden Weg, den Montessori-Weg, den manchmal anstrengenderen Weg, wenn man 35 Minuten beim Socken-selbst-anziehen des Sohnes zuschauen muss. Leider sehe ich, dass ich noch viel an mir selbst arbeiten muss, um diesen Weg noch besser gehen zu können, oft fehlt mir z.B. die Geduld, meist verpassen wir NICHT den Zug, aber das Ziel ist zumindest klar. Alles Gute!! Conny

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