Spielideen

Spielidee: Tiere zuordnen

Dieses Spiel ist ein Volltreffer: Kindern machts Spass, sie üben Ordnen sowie Kategorisieren, trainieren ihre Feinmotorik und obendrauf noch die Sprache.

Die Idee ist einfach: Zu jedem Tier stellt man eine Karte her. Das Kind ordnet diese einander zu. Das war das erste Do-it-yourself, welches ich in einer Facebook-Gruppe entdeckte und meine DIY-Sucht auslöste. Ich fing damit an, als meine Tochter knapp jährig war. Zunächst bot ich ihr zwei ihr bereits vertraute Tiere an: Katze und Kuh. Als sie neue Tiere auf dem Bauernhof, im Zoo oder in ihren Bilderbüchern kennenlernte, kamen jeweils neue Karten und Figuren dazu. Heute mit zwei Jahren ordnet sie nach wie vor gerne zu. Und wir entwickeln das Material ständig weiter. Bei diesem Spiel lernen Kinder Gleiches zu erkennen, Ordnen und Kategorisieren, sie üben die Feinmotorik und dabei wird noch die Sprache gefördert. Dazu macht es noch Spass – ein Volltreffer, oder?

Das brauchts

  • Schere & Leim
  • Karton & Druckpapier
  • Korb
  • Tablett
  • Tierkarten – unsere Vorlagen findest Du hier: Tiere auf dem Bauernhof, Tiere im Wald, Tiere in der Savanne und was Tiere essen
  • Tierfiguren – wem Schleich zu teuer ist, kann auf Alternativen von Bullyland, Betzold, Humtoys, Safari Toobs oder John World “Animaux de la Ferme” zurückgreifen.
  • Optional: Laminierfolie und -gerät (gibts in ausgewählten Papeterien zur kostenlosen Benutzung)

Et voilà

Gemeinsam legen wir mit dem Kind die Karten aus. Daneben kommt das Körbchen mit den Figuren. Vielleicht holt das Kind intuitiv ein Tier aus dem Korb heraus und ordnet es der richtigen Karte zu. Wenn nicht, zeigen wir es beim ersten Mal vor vor. Sobald alle Tiere auf der richtigen Karte stehen, führen wir dem Kind vor, wie erst die Figuren und danach die Karten wieder zurück ins Körbchen versorgt werden. Danach kommt das Körbchen auf das Tablett und das Kind versorgt es selbständig im Regal. (Funktioniert logischerweise nicht immer 😉

Warum fördert es die Sprache?

Laut vorlesen, viel Sprechen, Dinge benennen – all das fördert die Sprachentwicklung unserer Kleinen. Aber nicht nur. Für Maria Montessori* hingen Intelligenz und Lernen stark mit den Sinnen zusammen. Die Hände und der Tastsinn hielt sie dabei für besonders wichtig. Im Wort “begreifen” steckt das Wort “greifen”. Das Kind erlernt Ideen und Informationen indem es sie “be-greift”, erforscht und entdeckt (vgl. Lillard & Jessen).

Auch mit Bildern oder Fotos kann man das Kind zum Sprechen motivieren. So kommen zusätzlich zu den Figuren, Karten mit Bildern drauf. Im Sinne Montessoris haben wir unsere Karten möglichst naturgetreu (statt z.B. Comicfiguren) und schlicht (weisser statt farbiger Hintergrund) sein, so wird das Kind nicht durch Überflüssiges abgelenkt. Auch die Ästhetik der Karten ist nicht zu unterschätzen, diese soll das Kind zum freiwilligen Lernen animieren (vgl. Venohr). Unsere Karten zum ausdrucken und laminieren findest Du hier: Tiere auf dem Bauernhof, Tiere im Wald, Tiere in der Savanne und was Tiere essen.

Weitere Ideen

  • Das Kind beobachten und auf die aktuellen Bedürfnisse eingehen. Je nach dem ob gerade Fahrzeuge, Farben, Formen, Körperteile oder Tiere angesagt sind, themenspezifische Karten und Formen anlegen.
  • Die einzelnen Tiere betrachten, dazu erzählen oder sie benennen lassen: Welches Tier hat grosse Zähne? Welches Tier produziert Milch?
  • Karten mit auf den Bauernhof oder in den Wildnispark mitnehmen und dort dem Kind ein neues Tier vorstellen.
  • Essenskarten dazu anfertigen: Welches Tier isst Käse? Und welches Gras?
  • Fellkarten dazu anfertigen: Welches Tier hat solche schwarz-weissen Streifen?
  • Buchstabenkarten dazu anfertigen: Welches Tier beginnt mit dem Buchstaben G?
  • Wortkarten dazu anfertigen: Wie schreibt/liest sich welches Tier?
  • Auf der Weltkarte auflegen: Wo lebt welches Tier?
  • Bewegungsspiele: Wie hüpft der Hase? Wie
  • Lieder dazu singen: Alli mini Änteli..

*Dieses Spiel ist kein original Montessori-Material dh. es wurde nicht von Maria Montessori entwickelt. Aber es wird von zahlreichen Montessori-Pädagogen als Montessori-inspiriert deklariert.

Bilder: © Ellen Girod

 

Lesestoff

Montessori-Pädagogik: Bildung von Anfang an. Dorothee Venohr. 2014. s.35ff.
Montessori von Anfang an. Ein Praxishandbuch für die ersten drei Jahre des Kindes. Paula Polk Lillard, Lynn Lillard Jessen. 2014. s. 30ff.

 

Ellen Girod

Ellen Girod ist eine freie Journalistin und Mutter. Sie fühlt sich geschmeichelt, wenn man sie als “Gluggere” bezeichnet.

2 Kommentare

  1. das mach ich auch gleich. leider sind die vorlagen teilweise falsch verlinkt (404) und somit nicht zugänglich. sobald sie es sind, werd ich sie gleich brauchen.
    liebe grüsse

    1. Ja, genau! Ich wünschte der Tag hätte mehr Stunden und meine Kinder würden sich nachts mit dem Wachsein nicht ablösen -.-
      Will sagen: Ich bin dran und werde baldmöglich neue Vorlagen hochladen. Musst mir unbedingt Bilder senden, ok? :- ))

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