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Das Verlassen des Hauses zählt zu meinen grössten Herausforderungen als Mutter. Als es hier eines Tages wieder erst 15:00 wurde, bis wirs endlich aus dem Haus geschafft haben, sagte ich zu mir: Sehs sportlich. Wecke deinen journalistischen Forscherdrang zum Thema, recherchier ordentlich, frag wies die anderen machen. Das gibt einen schönen Momhacks-Beitrag. Denn obwohl meine Jüngste bald Jährig wird, hab ich hier den Dreh immer noch nicht raus. Und da viele meiner Beiträge einer Art Selbsttherapie dienen, hätte dieser Beitrag ursprünglich heissen sollen: “Mit zwei kleinen Kindern schnell das Haus verlassen – es geht!”.

Meine Recherche ergab folgendes: Eine Checkliste für die Wickeltasche spart in der Tat viel Zeit: hier klicken fürs PDF . Aber das schnelle Verlassen des Hauses mit Kindern, ist utopisch. Wurde mir auch von anderen Eltern bestätigt. (Wer einen Tipp hat, bitte in den Kommentaren. Wir lesen alle eifrig mit.)

Langsam finde ich mich also damit ab. Und es scheint allen gleich zu gehen, sonst würden nicht so viele bei diesem köstlichen Sketch des englischen Komikers McIntyre mitlachen:

Was ebenso lustig ist an dieser ganzen Sache des Unterwegsseins mit zwei Kindern: Haben wirs endlich mal aus dem Haus geschafft, kommen wir fast nicht mehr nach Hause zurück. Auch hier habe ich keine Tipps oder besondere Erkenntnisse. Worüber ich euch aber berichten kann, ist wie das so ist, mit zwei Kindern unterwegs zu sein. Hier kommen sie, neun Typen des Unterwegsseins mit unseren zwei Töchtern.

(Besonderer Dank gilt meinem Mann, a.k.a. Papa Poule, der für diese Geschichte sehr unfreiwillig Modell gestanden ist.)

#1 The Beginner.

Baby im Tragetuch, Kleinkind im Wagen.
Meine Jüngste haben wir bis ca. neun Monate mehrheitlich getragen. Während unsere 2.5-jährige Tochter noch ab und zu im Kinderwagen sass. Hauptfunktion unseres Kinderwagens war dennoch: Vor allem als Schleppesel für unsere Bagage bzw. Einkäufe. (Für alle Eltern, die den Kinderwagen-Kauf noch vor sich haben: Achtet drauf, dass der Einkaufskorb möglichst geräumig ist.)

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#2 Der Klassiker.

Kleinkind an der Hand, Baby im Kinderwagen.
Als unsere Jüngste ca neun Monate alt wurde und recht gut alleine Sitzen konnte, wechselte sie in den Kinderwagen. Gerade rechtzeitig: Denn die Grosse (damals knapp drei Jahre alt) bekam immer mehr Freude am Laufen.

#3 Auf dem Trittbrett – stehend.

Baby im Kinderwagen, Kleinkind stehend auf dem Kinderwagen-Trittbrett.
Wenns mal schnell gehen oder ich beide Kinder bei mir haben muss (z.B. auf dem Perron) fährt die Grosse eine Runde auf dem Trittbrett mit. Was die Kleine jeweils voll toll findet.

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#4 Auf dem Trittbrett – sitzend.

Baby im Kinderwagen, Kleinkind sitzend auf dem Kinderwagen-Trittbrett.
Wenn die Grosse vom Laufen müde wird, hat unser Trittbrett diesen kleinen, ausklappbaren Sitz – und der scheint recht komfortabel zu sein.

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#5 Hopp, hopp, hopp, Rössli im Galopp!

Kleinkind auf den Schultern, Baby im Kinderwagen.
Noch lieber als das Trittbrett, hat meine Tochter die Schultern meines Mannes. Kein Wunder, dazu wird jeweils gehüpft und “Hopp, hopp, hopp, Rössli im Galopp!” gesungen.

#6 Hopp, hopp, hopp, Rössli im Galopp! The Sequel.

Kleinkind auf den Schultern, Baby vorne im Tragetuch.
Beim Wandern lassen wir den Kinderwagen auch mal gerne in der Wohnung und wenn die Grosse mal eine kurze Laufpause braucht, ist wieder “Rössli im Galopp!” angesagt. Wenn wir zu zweit unterwegs sind, teilen wir uns mit dem Tragen auf: Ein Kind pro Elternteil.

#7 The Killer.

Kleinkind in der Kraxe auf dem Rücken, Baby vorne im Tragetuch.
Für längere Wanderausflüge nehmen wir zwei Tragehilfen: Ein Kind auf dem Rücken, eins vorne. Sieht etwas brutal aus, aber mein Mann schaffte so schon mal eine drei-stündige Wanderung. Sein Crossfit-Training auf dem Balkon scheint sich doch auszuzahlen.

#8 The tired Kids.

Kleinkind sitzend im Einkaufskorb, Baby schlafend im Sportsitz.
Achtung, diese Transportart ist natürlich total unernst gemeint und soll hier nicht zum Nachmachen animieren. Denn Stokke empfiehlt den Einkaufskorb mit maximal 10kg zu belasten. Unsere 17kg schwere Tochter hielt der Korb dennoch aus. Auf diese Art des Unterwegsseins brachte mich übrigens, Isabelle, Bloggerin bei Mini & Stil, ihr Wagen hatte nach demselben Experiment platte Reifen. Ihr seht: Vom Nachmachen raten wir ausdrücklich ab.

#9 The Chiller!

Kinder bei den Grosseltern!
Passiert hier leider viel zu selten. So selten, dass es bisher auch kein einziges Foto davon gab. Auf dem Foto unten bin ich nämlich schwanger. Mit unserem ersten Kind.

© Fabienne Bühler

Alle anderen Bilder: © Ellen Girod

Mehr zum Thema

Wie der Alltag mit zwei Kindern zu bewältigen ist, beschrieb ich im: Sieben Ideen, um die erste Zeit mit Kleinkind und Baby zu vereinfachen [Inkl. zwei Checklisten für müde Eltern]

Was sind für mich änderte, als mein zweites Kind zur Welt kam: Fünf Dinge, die sich ändern, wenn das zweite Kind da ist

Geniale Tricks für den Kinderwagen haben die drei YouTuberinnen “What’s Up Moms” zusammengestellt: Mom Hacks: Strollers

Shopping 

Den Kinderwagen “Stokke Trailz” hatte ich gekauft, als es diesen Blog noch nicht mal gab: Hier geht’s zum Kinderwagen

Unser Tragsystem habe ich bei der Trageberaterin Miriam Sourlier von Gut Betucht gekauft.

Unser Trittbrett hat zwar diesen praktischen Sitz, löst sich aber – je nach Kurve – vom Kinderwagen ab. Vom Nachkaufen rate ich also eher ab.

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Stokke. Ich hatte genau diesen Kinderwagen unabhängig und lange vor der Entstehung dieses Blogs gekauft und empfehle ihn gerne weiter.

Ellen Girod

Ellen Girod ist eine freie Journalistin und Mutter. Sie fühlt sich geschmeichelt, wenn man sie als “Gluggere” bezeichnet.

2 Kommentare

  1. Liebe Ellen, du hast vergessen: The Optimist. Also das Mami, das denkt – jeeeeee, endlich habe ich zwei Kids, die zu Fuss mit mir in den Hofladen spazieren können. Wagen bleibt zuhause. Manduca auch. Ja genau. Ähä. Schlussendlich trage ich die Kleine (doch auch schon 13kg) fast den ganzen Weg über auf der typischen Mami-Hüfte. Mein Becken lässt inzwischen grüssen. Ist nämlich ganz schön schief…

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