Chez Annette // Wie es ist, alleinerziehend zu sein.

Wie es ist alleinerziehend zu sein. Ein Interview über Attachment Parenting und das Leben als Solomom mit Annette Saloma. Weiter lesen auf: www.chezmamapoule.com #Bindungsorientierung und #bedürfnisorientiert #Erziehung #Langzeitstillen #singlemom #solomom

Attachment Parenting muss frau sich leisten können? Darüber kann Annette Saloma nur den Kopf schütteln. Im Interview erzählt sie, wie Familienbett ihr Leben vereinfachte. Und davon, wie man mit Kindern auf Augenhöhe über die eigene Scheidung spricht. Und bei der Frage “Welche Dinge soll man zu Alleinerziehenden besser nicht sagen?” holte sie uns gleich ihr Bullshit-Bingo. 

Annette ist alleinerziehend. Sie hat einen Job als Journalistin. Und in ihrer Freizeit unterstützt sie Frauen beim Stillen. Ehrenamtlich. Ihre Kinder sind 4 und 7 Jahre alt. Und seit dem zweiten Wochenbett ist Annette auf sich selbst gestellt. Wie schafft sie das? Genau das fragte ich mich immer wieder auf  dem Weg zu diesem Interview.

Herzlich und schwungvoll öffnete Annette die Türe zu ihrer Wohnung, die freudiges Leben verströmte. Das liegt vor allem an Annette selber: Sympa und so geerdet, erzählte sie aus ihrem Leben. Einfach war und ist es nicht als Alleinerziehende, aber ihre Ansätze sind überzeugend und vor allem eins: Inspirierend. Oder um es in Annettes Worten zu sagen: “Jeder schafft es, wenn er muss.” Merci, Annette, es war toll mit Dir!

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Du bist alleinerziehend: Wie ist es dazu gekommen? Zu einer Trennung gehören immer zwei Personen. Als ich schwanger wurde, habern wir uns fast nicht gekannt. Wir haben uns dann sehr bemüht, eine Familie zu sein. Wir haben vieles versucht, auch Paartherapie. Aber wir sind gescheitert.

Warum hast Du Dich entschieden, Dich zu trennen? Weil ich meinen Kinder keine ungesunde Beziehung vorleben wollte. Oder anders gesagt: Was will man seinen Kindern mitgeben? Beispielsweise, dass es in Ordnung ist, wenn man einander herablassend behandelt oder eine disfunktionale Beziehung lebt? Nein. Meine Kinder sollen lieber in zwei liebenden Häusern aufwachsen als in einem kaputten.

Meine Kinder sollen lieber in zwei liebenden Häusern aufwachsen als in einem kaputten.

 

Wie ist die Trennung für dich verlaufen? Die Entscheidung war unglaublich schwierig. Vor allem wegen den Kindern. Finanziell dachte ich, dass ich es schaffen werde – denn ich habe ja schon gearbeitet. Aber emotional war es schlimm.

Wie ist die Beziehung der Kinder zum Papa? Mittlerweile super. Er hat sich sehr positiv verändert und macht es wunderbar. Ich finde, er ist jetzt der Papa, der er in unserer Beziehung nie sein konnte.

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Bilder von Simona Dietiker

Wie kommuniziert man den Kindern auf Augenhöhe, dass die Eltern sich trennen wollen? Jede Situation ist anders, so kommt es sicher auch auf das Alter der Kinder an. Ich habe ihnen erklärt, dass der Papa nun nicht mehr bei uns wohnt und sie wissen lassen, dass sie mich jederzeit dazu fragen können. Aber ich habe mich nicht extra hingesetzt und ihnen quasi ein Gespräch aufdrängt. Sie waren ja auch noch sehr klein: Die Tochter war damals drei Jahre alt, der Sohn kam gerade zur Welt. Die Fragen kamen erst viel später. Heute beschäftigt die Kinder die Trennung mehr als damals. Für meine Tochter ist es beispielsweise uh wichtig, zu wissen, ob ich Papa noch gerne habe. Sie meinte dann dazu: Gell, Du hast Papa noch gerne, aber ihr könnt einfach nicht zusammen leben.

Heute beschäftigt die Kinder die Trennung mehr als damals.

 

Würdest Du rückblickend in der Trennungsphase etwas anders machen? Nein. Ich habe gelesen, dass man mit Kindern nicht von sich aus die Scheidung gross thematisieren soll, sondern auf ihre Fragen warten. Denn Kinder haben eine ganz andere Vorstellung als wir Erwachsenen. Wir sollten nicht unsere Vorstellungen auf die Kinder überstülpen.

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Wie war das, im Wochenbett mit zwei Kindern alleine zu sein? Im Nachhinein frage ich mich auch, wie ich das geschafft habe. Ich hatte nach der ersten Geburt postpartale Depression und habe mich daher vor der zweiten Geburt sehr, sehr gut organisiert. Aber auch nach der Geburt des zweiten Kindes habe ich drei Wochen in einer Klinik verbracht. Meine Eltern, mein Bruder, Freundinnen haben mich unglaublich unterstützt. Dazu kamen Hebamme, Spitex – ich habe gelernt, Hilfe anzunehmen.

Ich habe gelernt, Hilfe anzunehmen.

 

Was war für Dich die grösste Umstellung als Alleinerziehende? Die Erleichterung, endlich eine Entscheidung getroffen zu haben. Ich finde es teilweise erschreckend, wie viele Frauen schlecht über ihre Männer sprechen, aber einfach frustriert ausharren, ohne irgendetwas zu ändern.

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Was ist das Anspruchsvollste am Alleinerziehendsein? Ich muss alles alleine machen. Kochen, einkaufen, den Haushalt machen, waschen, die Kinder betreuen, an- und ausziehen, sie ins Bett bringen, halt einfach alles – und dazu noch arbeiten. Ich muss mich immer organisieren, wenn ich einen Termin habe oder einfach mal etwas alleine machen will. Kein „ich gehe rasch einkaufen“. Zudem fühle ich mich manchmal ausgeschlossen, beispielsweise wenn die Arbeitskollegen nach Feierabend noch ein Bier trinken gehen und ich nach Hause muss. Und abends, wenn die Kinder im Bett sind, bin ich oft alleine. Auch Ferien sind alleine mit den Kindern nicht nur toll, vor allem wenn es rundherum von Zwei-Eltern-Familien wimmelt.

Und die Gegenfrage: Gibt es auch Gutes am Alleinerziehend sein? Aber sicher! Ich muss keine Kompromisse schliessen. Ich kann es nun mit den Kindern geniessen, wo ich vorher einfach unglücklich war. Die Kinder und ich sind uns sehr nahe – auf eine gute Art. Mein Leben ist aber nicht nur auf sie ausgerichtet. Ich habe noch wie ein anderes Leben und das ist mir auch wichtig. Denn die Kinder sind irgendwann gross. Grundsätzlich ist es mir uh wichtig zu sagen, dass ich überhaupt nicht darunter leide, alleinerziehend zu sein. Mir fehlt ein Partner (lacht herzhaft), aber kein Vater für die Kinder. Den haben sie ja. Lieber glücklich alleine, als unglücklich zu zweit.

Mir fehlt ein Partner, aber kein Vater für die Kinder. Den haben sie ja.

 

Wie sieht es aus mit dem Sorgerecht? Gemeinsames Sorgerecht ist heute Standard in der Schweiz. Aber ich habe die alleinige Obhut.

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Bilder © Simona Dietiker von Momoland Photo

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Müsste unsere Politik Alleinerziehende besser oder anders unterstützen? Ich finde nicht, dass die Politik alles für uns lösen muss. Auch wir selbst, also als Gesellschaft, können etwas dazu beitragen. Ich finde mehr, die Politik sollte Familien allgemein unterstützen. Längerer Mutterschafts- und Vaterschaftsurlaub. Teilzeitstellen, und zwar anspruchsvolle – für Männer wie für Frauen. Subventionierte Krippenplätze. Jeder Einzelne von uns ist aber auch dafür verantwortlich, dass alle – ob Mann oder Frau – gleich viel wert sind, egal welchen Job sie machen. Ich meine mit Job, Kinder erziehen oder eben auch klassische Jobs.

Wie sieht es bei dir finanziell aus? Viele fragen mich, wie ich das finanziell mache, da ich ja “nur” 40 Prozent fix arbeite und von meinem Ex mangels Möglichkeiten seinerseits kaum Alimente erhalte. Ich verzichte lieber auf materielle Dinge, um Zeit mit meinen Kindern zu haben. Es gibt so viele Angebote, die gratis sind – zusammen in den Wald gehen beispielsweise. Wir haben kein Auto, ausserdem bekomme ich die meisten Kleider und sonstigen Dinge wie Velo und so weiter für die Kinder gebraucht geschenkt und gebe sie dann selbst weiter. Wir gehen nicht gross in die Ferien und haben eine Kulturlegi. Ich habe Prämienverbilligung, zahle wenig Steuern und habe Subventionen beim Hort.

Es reicht jedenfalls noch, um mit Spenden verschiedene Organisationen zu unterstützen und für meine Tattoos. Mein bester Freund hat mal gesagt: „Solange du dir noch Tattoos leisten kannst, kann es nicht so schlimm sein“! Altersarmut ist aber sicher ein Thema. Ich sollte mich unbedingt mal um eine dritte Säule kümmern.

Ich verzichte lieber auf materielle Dinge, um Zeit mit meinen Kindern zu haben.

 

Welche Sätze soll man zu Alleinerziehenden nicht sagen? Da hol ich dir gleich mein Bullshit-Bingo! Den Satz „ich würde das nie schaffen“ beispielsweise. Das ist einfach lächerlich. Ich habe das ja nicht geplant. Jeder schafft es, wenn er muss. Oder wenn ich höre: „Ich bin quasi auch alleinerziehend“. Einen oft abwesenden Partner zu haben und Alleinerziehend zu sein, ist einfach nicht das Gleiche. „Du hast es megagut, du hast jedes zweites Wochenende frei“. Aber das sind zwei Tage und eine Nacht. Ich habe die Kinder sonst immer, kann nie einfach weg. Auch in den Ferien – immer.

Manchmal hört man auch „dem Kind fehlt doch die männliche Bezugsperson“. Das beschäftigt mich selber auch. Ich finde es wichtig, dass es Männer in der Welt der Kinder hat. Es gibt ja auch genügend abwesende Väter in den Familien. Kinder brauchen männliche Vorbilder. Darum ist es auch wichtig, dass die Eltern sich gemeinsam um die Kinder kümmern – man nicht schlecht über seinen Ex-Partner redet. Sondern den Kindern sagt, ich bin die Mama, das ist der Papa. Jeder von macht es etwas anders, aber nicht einer macht es besser.

Alleinerziehend sein? Jeder schafft es, wenn er muss.

 

Wie schaffst Du den Spagat Beruf, Haushalt und Kinder alleine zu managen? Es ist ein grausames Jonglieren. Ich schaffe es mit viel Gelassenheit, „s’foifi la grad stah lah“, einem guten Umfeld wie Nachbarn, Eltern, Freundinnen. Manchmal wursteln wir halt auch einfach. Und natürlich stosse ich auch ab und zu an meine Grenzen.

Wie organisierst Du Dich? Die Kinder sind einen Nachmittag im Hort, einen Nachmittag bei meinen Eltern. Abends engagiere ich ab und zu einen Babysitter. In absoluten Notfällen, etwa als ich letzthin ins Spital musste, kann ich jederzeit meine Eltern anrufen. Sie sind meine ersten Ansprechpersonen. Sie machen sehr viel für mich, nehmen die Kinder, kaufen auch mal für mich ein. Ich bin ihnen wirklich unendlich dankbar. Eine Zeit lang ging die Grosse einmal in der Woche zur Mutter einer Schulkollegin Mittagessen. Diese wollte partout kein Geld dafür. Ich habe ihr dann ab und zu etwas geschenkt oder ihre Tochter kam mal zu uns. Aber richtig zurückgeben konnte ich ihr das nicht. Es war einfach ein Annehmen von Hilfe. Das musste ich lernen.

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Du praktizierst Attachment Parenting (bindungsorientierte Erziehung). Deine Kinder werden aber auch von anderen Menschen wie Deinen Eltern oder Deinem Ex-Mann betreut. Wie gehst du damit um, dass sie vielleicht andere Erziehungsideale haben? Sie machen das alle sehr gut. Wir hatten als Kinder schon sehr viele Freiheiten und meine Eltern machen enorm viel mit ihren Enkeln. Sie dürfen auch bei meiner Mutter im Bett schlafen – was wir als Kinder nur in Ausnahmefällen durften. Aber ich finde es auch gut, dass meine Kinder merken, dass es anderswo anders ist und vielleicht andere Regeln gelten. So ist das im Leben.

Wir sollten nicht unsere Vorstellungen auf die Kinder überstülpen.

 

Oft hört man: Attachment Parenting muss man sich erst leisten können. Gibt es mit Langzeitstillen, Familienbett und Tragen nicht noch mehr zu tun? Im Gegenteil – mir hat es den Alltag erleichtert. Familienbett zum Beispiel. Mein Sohn war so ein schlechter Schläfer – wenn ich da noch hätte aufstehen müssen…! Aber falls ich einen neuen Partner hätte, wäre es sicher nicht so einfach. Ich möchte ja meine Kinder nicht einfach rauswerfen. Wir alle haben Bedürfnisse, wir müssen schauen, dass es für alle stimmt.  Und die Bedürfnisse von uns allen verändern sich ja auch konstant.

Was hat Dir neben Attachment Parenting in der Scheidungszeit und als Alleinerziehende geholfen? Mir Unterstützung zu suchen. Mut haben – mit Angst kommt man nicht weiter. Ich bin zudem gläubig, das hat mir auch geholfen. Vor allem sollte man das Kindswohl immer im Blick behalten.

Ich mag das Wort “Erziehen” nicht. Für mich ist es eher ein Begleiten.

 

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Du hast erst beim zweiten Kind bindungsorientiert erzogen. Wie kam das? Ich mag das Wort erziehen nicht. Für mich ist es eher ein Begleiten. Das war keine Wahl, es kam einfach so. Mein Kind hat es mir gezeigt. Meine Tochter konnte man mit drei Monaten einfach in die Wiege legen und sie hat durchgeschlafen. Da war es keine Frage, wir haben das einfach so gemacht. Mein Sohn hat viel geschrien, ist nachts jede Stunde aufgewacht… Da musste ich mich einfach anpassen.

Beim ersten Kind habe ich sehr darunter gelitten, dass ich nur so kurz gestillt habe. Beim Zweiten wollte ich dann unbedingt stillen. Habe dann im Scherz gesagt, ihn stille ich vier Jahre lang. Nun ja, aus dem Scherz wurde dann beinahe ernst. Ich ging aber trotzdem in den Ausgang, habe mal getrunken, die Kinder schliefen auswärts. Ich hatte nie das Gefühl, dass mein Körper in dieser Zeit nicht mir gehört. Je länger ich gestillt habe, umso einfacher wurde das Stillen.

Mein Kind hat es mir gezeigt.

 

Du hast es bei deiner Tochter zu Beginn anders gemacht, als bei deinem Sohn. Hast Du ein schlechtes Gewissen Deiner Tochter gegenüber oder stimmen für Dich beide Wege? Ja, ich habe ein schlechtes Gewissen meiner Tochter gegenüber. Aber ich habe sie ja nie schreien lassen, ins Zimmer gesperrt, geschlagen oder sonst was Schlimmes gemacht. Das schlechte Gewissen plagte mich in Sachen Stillen und alleine schlafen. Auf der anderen Seite: Das mit dem Schlafen passte damals total. Sie schlief prima alleine ein und durch.

Attachment Parenting oder nicht: tun sich da Gräben auf? Ich bin in jeder Hinsicht eine Aussenseiterin: Ich bin Veganerin, gläubig, alleinerziehend, habe lange gestillt. Daher urteile ich nicht über andere, so wie ich nicht möchte, dass andere über mich urteilen. Auch ich gehe nicht immer so mit den Kindern um, wie ich mir das wünschte. Wichtig finde ich, sich selbst ab und an zu reflektieren. Es gibt auch Menschen, die sich total verlieren in der bindungsorientierten Erziehung. Sich ständig zu fragen, habe ich das nun richtig gemacht oder schade ich meinen Kindern, auch bei den harmlosesten Sachen, ist definitiv nicht gesund. Aus meiner Sicht sollten wir einfach Leitwölfe sein – da macht man Fehler und die gehören doch dazu. Die machen uns authentisch.

Wichtig finde ich, sich selbst ab und an zu reflektieren. Es gibt auch Menschen, die sich total verlieren in der bindungsorientierten Erziehung.

 

Wie schaffst du es, ab und zu abzuschalten? In dem ich meine Kinder abgebe! Ich kann dann den Schalter kippen. Dann bin ich wieder Single-Frau, tanze durch die Wohnung, mache den Haushalt, gehe joggen, in den Ausgang. Ich geniesse es dann in vollen Zügen und freue mich trotzdem, wenn sie wieder da sind. Ich bin grundsätzlich Annette. Dann Mama von zwei tollen Kindern.

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Ich bin grundsätzlich Annette. Dann Mama von zwei tollen Kindern.

 

Woher nimmst Du Dir die Zeit und Energie, die Du in Deine ehrenamtliche Tätigkeit bei der La Leche League, einer Non-Profit-Organisation fürs Stillen, steckst? Die La Leche League ist es eine totale Herzensangelegenheit. Ich möchte aus meiner eigenen Erfahrung heraus allen Frauen helfen, die stillen möchten. Aber ich engagiere mich nicht nur dort, sondern war auch noch im Elternrat des Schulhauses meiner Kinder und bin noch im Verein Holzwurm in Uster aktiv, der einen Abenteuerspielplatz betreibt. Ich nehme mir die Zeit, wenn die Kinder miteinander spielen oder am Abend. Je grösser sie werden, desto einfacher geht das. Mir ist es uh wichtig der Gesellschaft etwas zurückzugeben, da ich auch von vielem profitiere und wenig Steuern zahle.

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Annette Saloma ist alleinerziehende Mutter von zwei Kindern (4,5 und 7,5-jährig) und Redaktorin bei der Zürcher Oberländer Medien AG. Sie arbeitet 40% festangestellt und zusätzlich Freelance als Journalistin. Zudem berät sie als Stillberaterin LLL Mütter unentgeltlich telefonisch, via Mail, in der Facebook-Gruppe „Stillen Schweiz“ und organisiert monatliche Stilltreffen in Uster. Ausserdem ist sie aktiv beim Kinderspielplatz-Verein Holzwurm.

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Die Bilder für diesen Beitrag hat die Familienfotografin Simona Dietiker von Momoland Photo gemacht. Tausend Dank an dieser Stelle für unsere schöne Zusammenarbeit, liebe Simona! Ihr wollt auch solche echten und ehrlichen Momente eurer Familie festhalten? Simona Dietiker beantwortet alle Fragen: www.momolandphoto.ch 


Barbara Ehrensperger
Barbara Ehrensperger lacht gerne laut, ist Maman von zwei Kindern und arbeitet momentan mehr auswärts als zu Hause. Neugierig ist sie grundsätzlich, am meisten fasziniert ist sie von spannenden Menschen.

2 Kommentare

  1. Gutes Interview.Nur ich bin auch alleinerziehend, habe aber keine Eltern mehr gar niemanden….keine Hilfe von irgendwo…..leider auch keinen Job,wo man mot 40 Prozent überleben könnte…..dann landest Du ,wenn Dein Vermögen aufgebraucht ist bei der Sozialhilfe.Die wollen Dich dann sofort 3 Tage in ein Arbeitsintegrationprogramm drücken…..was noch mehr Sttress bedeutet…..also in meinem Falll finde ich es schon extrem,dass für die Erziehungsleistung etc gar keine Wertschätzung da ist.Weil ich bin ja 24 h 7 Tage Woche 365 Tage immmer im Einsatz….kaum 1 h für mich frei…..da stimmt schon was nicht.Hort etc wird nur offeriert wenn Du wieder Arbeit leistest..da hast Du 100 Prozent das Burnout nach 3,4 Jahren.Kindergartenmorgen bringt Dir mal Zeit,was richtig aufzuräumen oder alleine Wäsche zu machen oder 15 min einen Kaffee zu geniessen.Doch das reicht nicht …..ich habe einfach gemerkt,dass mein Herzkreislaufsystem kaputt gegangen ist…..

  2. Danke für dieses wunderbare Interview – es tut gut zu lesen, dass es anderswo doch sehr ähnlich läuft! Und ja, der Satz “Also ich könnte das ja nicht” ist sowohl bei Alleinerziehenden als auch bei Eltern von Kindern mit Behinderung unpassend – denn jeder kann, wenn er muss!

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