DIY: Seifensäckli für ein Zero Waste im Badezimmer

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Zero Waste im Badezimmer ist möglich! Mit kleinen Schritten starte ich das Projekt bei uns zu Hause. Und zeige in einem einfachen DIY-Tutorial, wie ihr mit einem sogenannten Seifensäckli eure Seife wirklich bis zum Schluss aufbrauchen könnt.

Werbung – Dieser Beitrag wird präsentiert von Tchibo (Schweiz) AG

Anfangs sass sie alleine vor dem Schwedischen Parlament – weil niemand aus ihrer Klasse bei ihrem “Schulstreik fürs Klima” mitmachen wollte. Mittlerweile setzte die 15-Jährige Greta Thunberg eine Bewegung in Gang und weltweit demonstrieren tausende von Schüler*innen gegen die aktuelle Klimapolitik. Was Thunberg sagt, sitzt: «Was wir jetzt tun oder nicht tun, wird mein Leben und das meiner Freunde, Kinder und ihrer Enkelkinder beeinflussen.»

Thunbergs Worte treffen mich als Mutter besonders. Denn seit ich Kinder habe, ist mir viel klarer, dass mein Lebensstil ihre Zukunft beeinflusst. Die ganze Sache mit der «nächsten Generation» wurde einfach viel greifbarer. Ich darf ihr sozusagen täglich einen Gute-Nacht-Kuss geben. Ironischerweise fällt mir als Mutter der nachhaltige Lebensstil viel schwerer als früher als ich kinderlos war. Ich habe zwar nach wie vor kein Auto, fahre mit der Bahn in die Ferien und bin Vegi. Aber auf meine Zero-Waste-Bilanz wollen wir gar nicht erst schauen. Ich meine, schon alleine die Windeln. Und wenn ich todmüde bin – und das bin (bzw. war) ich mit Kleinkind und Baby fast täglich – kann man schon froh sein, wenn man die Farbe unseres Küchentisches erkennt, geschweige, dass der Abfall richtig getrennt ist. Ein Hoch auf Mr. Green an dieser Stelle.

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Zero Waste dank Seifensäckli?

Die ganze Zero-Waste-Sache finde ich dennoch grossartig, schon alleine weil sie sensibilisiert. Und ich lasse mich hie und da davon inspirieren. Was meine Kinder zu schätzen wissen. So füllen meine Töchter begeistert Linsen oder Cashewnüsse in unserem Unverpackt-Laden ab. Und sie schlürfen viel lieber aus Glasstrohhalmen statt als aus den Plastikröhrli. Geschmacklich übrigens ein enormer Gewinn.

Und als mich Tchibo um eine «Zero Waste im Badezimmer»-Story anfragte, war ich zunächst skeptisch. Tchibo und Umweltschutz? Ausserdem: Zero Waste im Badezimmer? Klar, viele Kosmetikprodukte kann man selber herstellen. Aber wo gibt es schon WC-Papier ohne Plastikverpackung? Dann fand ich aber: Wenn Tchibo ihre Community – die typsicherweise keine Lohas beinhaltet – auf das Thema sensibilisieren will, ist das ja echt cool.

Ein paar Tage zuvor entdeckte ich die sogenannten Seifensäckli auf Insta bei Studio C. Und wusste, dass das unser Start ins Zero Waste im Badezimmer sein wird. Erstens rutscht damit die Seife nicht mehr aus Tochters Patschhändchen raus. Zweitens habe ich eine schöne Zero-Waste-Story für sie. Dass wir mit diesen Säckli die Seife bis zum Schluss aufbrauchen können. Statt die kleinen Reste wegzuwerfen bzw. im Abfluss verschwinden zu sehen. Ein kleiner Schritt für uns, ein grosser für die Menschheit, oder?

Seifensäckli: DIY-Tutorial

Falls ihr solche Säckli nachnähen wollt, kommt hier ein Tutorial von der lieben Miriam für euch:

Das braucht es:

  • Mesh oder einen anderen Netzstoff
  • Ein Streifen aus Baumwolle oder Musselin-Stoffresten
  • Passender Faden
  • Satinband o.ä. Kordel
  • Nähmaschine
  • Bügeleisen

Und so geht’s:

  1. Den Mesh in der gewünschten Grösse zuschneiden. Links und rechts jedoch noch 3cm dazurechnen. Unser Beispiel ist 14 x 24cm. Den Stoff der Höhe nach falten. Links und rechts ca. 0.5cm vom Rand absteppen.

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  1. Das Säckli wenden und nochmals absteppen. Diesmal ca. 1cm vom Rand. Das Säckli wieder wenden.

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  1. Die Kanten des Stoffstreifens (unser Beispiel ist 6 x 31cm) links und rechts jeweils 0.5cm nach innen bügeln. Dann nochmals links und rechts 1cm nach innen bügeln. Nun die gebügelten Kanten schmalkantig absteppen.

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  1. Den Stoffstreifen auf das Säckli stecken. Den Streifen füsschentief feststeppen. Nach Bedarf die Kante etwas zurückschneiden. Mit Zickzackstich versäubern.

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  1. Den Stoffstreifen nach oben wenden. Und von aussen nochmals schmalkantig auf das Säckli feststeppen.

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  1. Das Satinband mit einer Sicherheitsnadel durch den Tunnel ziehen. Fertig.

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Et voilà: Seifensäckli für Zero Waste

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Falls hier Leute ohne Nähmaschine mitlesen: Die Seifensäckli gibt es in kleiner Auflage bei Miriam zu bestellen. Ach ja, und WC-Papier ohne Plastikverpackung ist tatsächlich schwer zu finden. Ein Paar Anregungen dazu findet ihr hier. Und jetzt möchte ich gerne wissen: Was sind eure Tipps für ein Zero Waste im Badezimmer?

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Bildrechte: © Ellen Girod

Ellen Girod
Ellen Girod ist eine freie Journalistin und Mutter. Sie fühlt sich geschmeichelt, wenn man sie als "Gluggere" bezeichnet. Daher auch der Name dieses Blogs.

6 Kommentare

  1. Du hast ja so recht. Seit ich unsere Tochter habe ist dieses Thema nicht mehr so aktuell, obwohl mir Abfallvermeidung sehr am Herzen liegt. Wir haben mit Stoffwindeln angefangen, aber mittlerweile benutze ich doch zu oft die Plastikwindeln.
    Meine Tipps: Selbstgemachtes Deo aus Natronpulver, Sheabutter und Kokosöl. Funktioniert besser als jedes gekaufte Deo. Selbstgemachte Abschminkpads die man waschen kann.
    Das Säckli ist super, bei uns landen die kleinen Teile auch immer im Abfluss!

  2. Mehr Tipps?
    Gerne!
    Windeln aus Stoff. Gar nicht so viel Arbeit, wie man sich das vorstellt. Aber Platz für die Wäsche sollte vorhanden sein, damit man nicht auf den Trockner angewiesen ist. Wäre doch mal ne Idee für den Tchibo Shop.
    Shampoo, gibt es als Stück, das wie Seife aussieht, aber genau wie normales shampoo genutzt werden kann. Wer auch auf nachhaltige Inhaltsstoffe wert legt kann auf haarseife oder sogar Roggenmehl umstellen. Für die umstellungbraucht man Zeit. Einmal ausprobieren geht garantiert schief, das Haar muss sich erst umstellen.
    Deo, für die meisten Menschen entbehrlich. Die schweisdrusen passen sich bei Verzicht an. Nach wenigen Monaten fühlt man sich ohne besser als vorher mit. Stinken tut’s auch nicht, wenn man sich wäscht.

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